In diesem Rezept steckt nicht nur der Kuchen selbst, sondern es ist eigentlich Teil einer sehr schönen Idee, die aber noch nicht so richtig zuende gedacht ist.
Da ihr euch also was das betrifft noch etwas gedulden müsste, hier ab und an ein paar Rezepte, die alle eines gemeinsam haben werden: Schweden und Lucia. Ich selbst backe meist lieber free solo als nach Rezepten, aber das Rezept, aus dem diese kleinen Hefeteilchen entstanden sind, sind traditionelle Lussekatter, die in Schweden jedes Jahr am 13.12. alle glücklich machen.
Nur anders als die Schweden mag ich Hefeteilchen pur nicht so richtig ( es sei denn, ich kann es mit Marmelade, einer dicken Schicht kühler Butter, Honig, Frischkäse, Fruchtmus oder einer Nougatcreme kombinieren), was dazu führte, dass Ricotta und Honig mit ins Rezept wandern.
Die äußere Form, musste sich dabei der Füllung anpassen, die recht flüssig ist. So entstehen kleine Teigteilchen, die in der Herstellung stark an Ravioli erinnern und besonders warm, direkt aus dem Ofen unfassbar gut schmecken. Ich weiß, dass Hefegebäck immer mal wieder damit glänzt, gut aufbewahrt werden zu können... aber mir fällt einfach wenig ein, weshalb man fluffige, lauwarme Ricottateilchen so lange liegen lassen sollte, bis sie deutlich fester und kalt sind... also am besten wirklich direkt aus dem Ofen genießen, mit Freunden teilen was das Zeug hält und das Glücksgefühl speichern:))
ZUTATEN SAFRANHEFETEIG
125ml Milch
14g Hefe
Safran
45g Zucker
1 Ei
225g Mehl
Prise Salz
40g Butter
(reicht für etwa 12 Stück, je nach Größe der Formen)
ZUBEREITUNG TEIG
* Milch handwarm erwärmen und Safran (frisch gemahlen oder Fäden) und zerbröselte Hefe dazugeben
* Zucker, Ei, Mehl und Salz dazugeben und alles zu einem Teig verarbeiten, der dann etwa 20min an einem warmen Ort ziehen darf, bis er gut aufgegangen ist
* den Teig nochmals gut durchkneten, zu einer Kugel formen und etwa 2mm dünn ausrollen
* Kreise (oder Blumen) ausstechen (ihr braucht 2 Formen, von denen eine leicht kleiner ist) und die Hälfte der Kreise als Boden in eine Backform legen
* verwendet am besten eine Halbkugel-Silikonform und drückt den Teig gut in die Form, sodass genug Platz für die Ricottafüllung entsteht
* mit der zweiten Hälfte Teigkreise wird später die Füllung abgedeckt und mit Hilfe der etwas kleineren Ausstechform verschlossen... (ähnlich wie bei Ravioli, die auch gut verschlossen werden müssen, damit die Füllung drin bleibt)
* Teig, der übrig ist, kann man zu kleinen Brötchen formen und mitbacken
ZUTATEN RICOTTAFÜLLUNG
100g Ricotta
90g Schmand
1 Ei
15g Stärke
Honig
50g brauner Zucker
20g Butter
ggf. geröstete, gehackte Kürbiskerne
ZUBEREITUNG FÜLLUNG
* alle Zutaten miteinander zu einer cremigen Masse verrühren und mit einem Löffel auf den Teigboden geben
(ein kleiner Rand bleibt frei, damit man ohne Probleme den zweiten Teigkreis auflegen und festdrücken kann... wenn dabei etwas der Füllung herausgedrückt wird, ist das nicht schlimm)
* etwas (1/4 TL?) Honig über der Ricottamasse verteilen und wer es knusprig mag, streut noch ein paar geröstete Kürbiskerne darauf
FERTIGSTELLUNG
Die Hefeteilchen mit etwas extra Butter bestreichen und ca. 20min bei 180°C backen. Sie sind fertig, wenn sie duften und beginnen, Bräune zu bekommen. Bäckt man sie zu dunkel, werden sie zugleich trockener.
Am köstlichsten sind die Hefeteilchen noch warm. Man gibt ihnen nach dem Herauslösen aus der Silikonform ein wenig Zeit zum "Ankommen" und genießt sie am besten frisch. Reste können gut wieder aufgebacken werden...das funktioniert am besten für ein paar Sekunden in der Mikrowelle.
Lussekatter werden traditionell in Mengen gebacken und tatsächlich aufbewahrt, solange man sie vor hungrigen Mäulern schützen kann. Vermutlich wäre es dazu gut, sie in ein Tuch einzuschlagen und kühl zu lagern... leider sind unsere Teilchen immer weggegessen, bevor ich das hätte testen können:)
...zu wenig Safrangeschmack?
Ihr seht an der Färbung des Teiges und beim Kosten, ob es noch ein wenig Nachschub braucht. Dann einfach noch etwas Safran mahlen, in sehr wenig warmer Milch auflösen und "nachwürzen". Ist der Teig dann "zu flüssig", etwas Mehl zusätzlich unterkneten.
Ich persönlich finde, dass das ein Rezept für die kühleren Jahreszeiten ist... also wartet am besten nicht so lange damit, es auszuprobieren. Lasst es euch schmecken:))