Wer @sweetfinedays auf Instagram folgt, kann sich vielleicht an ein weiteres Safran-Experiment erinnern, das mich einige Nerven gekostet hat.
Weil die Faszination von Safranbaiser nicht nachlässt, kam in mir die Frage auf, weshalb eigentlich niemand Baiserschokolade macht. Wenn man dunkle Schokolade nutzt, nimmt diese dem Baiser auch gleich viel von der Süße.
Gedacht, getan... das Ergebnis war eine sehr kompakte (in Dubai-Schokoladenform gefüllt, weil man etwas Höhe braucht) Schokolade, bei der ein Stück eigentlich fast eine Überdosis war, sofern man das bei Schokolade sagen kann...Und selbst große Stücke abzubrechen endete in einer riesigen Bröselei, war also nicht alltagstauglich. Leider. Allerdings war sie hier sehr schnell weg, weil sie trotz alledem sehr lecker war.
(Schokolade Nr.2, weil ich einmal beim Schokolade machen war, bekam Trüffelfüllung... auch die war lecker, schnell weg, aber nicht unkompliziert, weil die Trüffelmasse eben doch recht flüssig ist und die Schokolade beim Abbrechen die Trüffelmasse herausdrückt.
Aber weil aller guten Dinge DREI sind, bekamen dann die Baiser-Trüffel-Pralinen ihren Auftritt und die Kombi aus allen vorhergegangenen Versuchen endet jetzt hier in diesem Rezept für euch.
Was vorher nicht klar war, ich aber innigst gehofft habe: Baiser bleibt in der Trüffelmasse knusprig. Wenn man nämlich ansonsten versucht, Baisemasse in Teigen u.ä. zu verwenden, endet das nur als geschmackliche Komponente, aber die Baiser selbst lösen sich auf und hinterlassen nur (aber immerhin) Geschmack.
IHR BRAUCHT
Safrantrüffelmasse
kleine Safranbaiser
Zartbitterkuvertüre (etwa 100g)
UND SO GEHT ES
Für die SAFRANTRÜFFELMASSE 70g Butter und 100g weiße Kuvertüre miteinander schmelzen... gemahlenen Safran (eine Prise.... Geschmacksprobe) in die Masse geben und wenn man mag, alles mit etwas Kardamom und/oder Rum/Orangenlikör abschmecken. Die Masse wird nie richtig fest, soll sie aber auch nicht. Trotzdem ist es ratsam, sie vor dem Verwenden kühl zu stellen, sodass sie mindestens dickflüssig ist.
(Das Rezept stammt übrigens aus dem Safranbackbuch SAFRANLIEBE, das ihr >hier auch kaufen könnt.)
PRALINENHOHLKÖRPER kann man fertig kaufen (am besten Schalen verwenden) oder macht sie selbst.
Dazu dunkle Kuvertüre schmelzen (wer es ausgefallen mag, fügt etwas Ingwerkakao oder auch Karamom hinzu... köstlich) und Pralineförmchen aus Silikon dünn ausstreichen bzw. mit Kuvertüre füllen, umdrehen und überschüssige Kuvertüre abfließen lassen. Die entstandenen Hohlkörper in der Form lassen, wenn sie euch zu dünn erscheinen, wiederholt den ersten Schritt.
FERTIGSTELLUNG
* Man gibt je einen Safranbaiser (>Rezept) in die Hohlkörper. Es macht wenig Sinn, sie zu zerdrücken, weil sie dann schneller weich werden und sich schwer in der Mitte der Praline fixieren lassen. Sie müssen also von der Größe her in die Hohlkörper passen.
* Füllt die Trüffelmasse mit einem kleinen Löffel oder dem Spritzbeutel direkt in die Hohlkörper, sodass diese gut gefüllt sind. Wer sie oben offen lassen will, weil er fertig Pralinenschälchen verwendet, der hat es an dieser Stelle geschafft.
* Wer mit Pralinenförmchen arbeitet, will, dass er ihre schöne Form sehen kann und die Praline braucht einen Boden.
Dafür die gefüllten Pralinen gut kühlen, weitere Kuvertüre auflösen und dann zügig über den Pralinen verteilen. Überschüssige Kuvertüre mit einem Teigschaber vorsichtig entfernen und die gefüllten Pralinen kalt stellen. Aus der Form lösen sich am besten sehr gut gekühlte Pralinen, genießen sollte man sie gut temperiert.
Das klingt alles ziemlich aufwendig, ist es auch. Pralinen machen braucht Geduld und Liebe:) Aber das Ergebnis wird euch entschädigen...
Die Menge der Pralinen hängt von der verwendeten Pralinenform ab, die Füllung sollte für eta 20 Pralinen (je nach Größe reichen).